Hessisches Ministerium für Digitalisierung und Innovation

Land setzt hohe Dynamik beim Glasfaserausbau fort

Nach den aktuellen Zahlen des Gigabit-Grundbuchs des Bundes mit Stand Ende 2025 sind 82,1 Prozent der hessischen Haushalte gigabitfähig (≥ 1.000 Mbit/s) versorgt. Damit liegt Hessen erstmals seit 2019 über dem Bundesschnitt von 80,76 Prozent und behauptet zugleich seinen Spitzenplatz unter den waldreichsten Bundesländern vor Rheinland-Pfalz, dem Saarland, Thüringen, Brandenburg, Bayern und Baden-Württemberg.

„Dass wir den Bundesschnitt übertreffen und zugleich zu den Ländern mit den höchsten Zuwächsen zählen, zeigt: Unsere Gigabitstrategie wirkt – zielgerichtet und im engen Schulterschluss mit Kommunen und Unternehmen“, erklärte Digitalministerin Prof. Dr. Kristina Sinemus.

Land verzeichnet neuen Höchstwert

Auch beim echten Glasfaserausbau – also direkten Glasfaseranschlüssen bis ins Gebäude oder die Wohnung (FTTB/H) – setzt Hessen seinen Aufwärtstrend fort: Mit 47,67 Prozent erreicht das Land einen neuen Höchstwert und verzeichnet dabei mit knapp 10 Prozent den drittgrößten Zuwachs bundesweit. Der Ausbau kommt dabei zunehmend in der Fläche an: In mehr als 100 hessischen Kommunen liegt die FTTB/H-Versorgung inzwischen bei über 90 Prozent.

„Glasfaser ist die Grundlage für die digitale Zukunft unseres Landes. Dass wir hier so deutlich zulegen konnten, zeigt, dass wir strukturell die richtigen Weichen gestellt haben“, so Sinemus.

Zentrale Maßnahmen zur Beschleunigung

Trotz herausfordernder topografischer Bedingungen hat Hessen in den vergangenen Jahren deutlich aufgeholt und zentrale Maßnahmen zur Beschleunigung umgesetzt. Dazu zählen das gemeinsam mit Rheinland-Pfalz entwickelte Breitband-Portal, das Genehmigungsverfahren erheblich verkürzt, sowie enge Kooperationen mit Telekommunikationsunternehmen zur Förderung des eigenwirtschaftlichen Ausbaus. Bis 2030 sollen rund 2,2 Millionen Glasfaseranschlüsse entstehen. Wo der Markt nicht ausbaut, investiert das Land gezielt: In der laufenden Legislaturperiode wurden bislang rund 324 Millionen Euro bereitgestellt. Seit Juli 2025 gilt der Ausbau digitaler Infrastrukturen zudem bundesweit als „überragendes öffentliches Interesse“, wodurch Verfahren weiter beschleunigt werden.