Hessische Staatskanzlei

Rhein reist mit Wirtschaftsdelegation nach Indien

Ministerpräsident Boris Rhein reist mit einer ranghohen Delegation aus Politik und Wirtschaft für fünf Tage nach Indien.

Bei seinem Aufenthalt vom 17. bis 21. August 2026 will der Regierungschef die politischen und wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Hessen und Indien intensivieren und neue Impulse für Innovation, Handel und Kooperation setzen. Gemeinsam mit einer Wirtschaftsdelegation, die von Manfred Pentz geleitet wird, dem Minister für Internationales, wird Rhein in Neu-Delhi und Mumbai Gespräche mit politischen und wirtschaftlichen Partnern führen.

Gemeinsam neue Chancen erschließen

Kurz vor der Reise sagte der Ministerpräsident in Wiesbaden: „Diese Reise nach Indien ist ein Angebot, die Zukunft gemeinsam zu gestalten. Wir wollen die richtigen Menschen zusammenbringen und den Austausch zwischen Politik und Wirtschaft stärken. Gerade in einer Zeit, in der sich die Welt rasant verändert, müssen wir unsere Unternehmen dabei unterstützen, neue internationale Märkte zu erschließen und ihre Chancen weltweit zu nutzen. Starke und international aufgestellte heimische Unternehmen machen Hessen erfolgreich. Deshalb sind starke internationale Partnerschaften wichtiger denn je.“

 

Rhein verwies auf die besonderen Chancen einer Zusammenarbeit mit Indien und sagte: „Hessen und Indien, das ist eine ganz starke Verbindung, das ist Power pur. Indien bietet Wachstum, digitale Stärke und Know-how in vielen Branchen. Hessen ist ein international erfolgreicher Wirtschaftsstandort mit großen Stärken in Sparten wie IT, Pharma, Finanzwirtschaft und Logistik. Auf all diesen Feldern gibt es großes Potenzial für gemeinsame Projekte und neue Geschäftsmöglichkeiten.“ In Hessen leben etwa 35.000 indische Staatsangehörige. Mehr als 50 Prozent der Investitionen indischer Unternehmen in Deutschland gehen nach Hessen. Besonders in IT, Digitalisierung, Pharmazie, Logistik und Finanzwirtschaft gibt es zahlreiche Möglichkeiten, die Zusammenarbeit weiter zu vertiefen.

Indien bietet großes Potenzial

Staatsminister Pentz sagte vor der Reise: „Hessen ist eine der internationalsten und exportstärksten Wirtschaftsregionen Deutschlands. Unsere Unternehmen sind auf den Weltmärkten zu Hause – und genau deshalb ist Indien für uns ein Partner von herausragender Bedeutung. Uns verbinden nicht nur Handel und Investitionen, sondern auch die Überzeugung, dass Offenheit, Kooperation und regelbasierter Austausch die Grundlage für Wachstum und Wohlstand sind.“ Weiter führte er aus: „Wir reisen mit hessischem Selbstbewusstsein nach Indien: mit starken Unternehmen, innovativen Ideen und dem klaren Anspruch, neue Märkte und Chancen für unsere Wirtschaft zu erschließen. Aus politischen Vereinbarungen müssen jetzt konkrete Geschäfte, aus Kontakten dauerhafte Partnerschaften werden. Das Freihandelsabkommen zwischen der Europäischen Union und Indien ist dafür ein historischer Meilenstein. Es eröffnet unseren Unternehmen neue Chancen in einem der dynamischsten Wachstumsmärkte der Welt. Diese Chancen wollen wir für Hessen nutzen.“

Gespräche mit Politik und Wirtschaft

Die Delegationsreise führt Ministerpräsident Rhein nach Neu-Delhi und in das wirtschaftliche Kraftzentrum Indiens, nach Mumbai. In Neu-Delhi wird sich der Regierungschef mit Ministern der indischen Regierung austauschen, unter anderem mit Handelsminister Piyush Goyal, und dem Minister für Arbeit und Beschäftigung, Jayant Chaudhary. In Mumbai ist ein Gespräch mit dem Chief Minister des 121 Millionen Einwohnerinnen und Einwohner zählenden Bundesstaats Maharashtra, Devendra Fadnavis, ebenso geplant wie ein Austausch mit dem Governor of Maharashtra, Jishnu Dev Varmaund, außerdem soll es ein Gespräch mit dem CEO der Börse „National Stock Exchange“ geben. Rhein wird zudem den Technologie- und Business-Inkubator der Society for Innovation and Entrepreneurship (SINE) in Mumbai besuchen. SINE gilt als einer der ältesten, erfolgreichsten und einflussreichsten universitären Inkubatoren in Indien. Er dient als Brücke, um universitäre Spitzenforschung, Patente und disruptive Ideen in marktreife, kommerziell erfolgreiche Unternehmen zu verwandeln.

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